U wie „Unterordnung vs. Unterwerfung“

𝐕𝐄𝐑𝐓𝐑𝐀𝐔𝐄𝐍 𝐎𝐃𝐄𝐑 𝐑𝐄𝐒𝐈𝐆𝐍𝐀𝐓𝐈𝐎𝐍?

„𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐨𝐫𝐝𝐧𝐮𝐧𝐠“ 𝐮𝐧𝐝 „𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐰𝐞𝐫𝐟𝐮𝐧𝐠“: zwei Wörter, die leicht zu verwechseln sind und doch etwas komplett anderes meinen.
 
Wenn ich meine Herde beobachte, erlebe ich Unterordnung eigentlich selten als etwas Schlechtes, denn Pferde suchen eine klare Struktur. Zu wissen, wem man folgen kann und wer auch im Ernstfall die Führung übernimmt, gibt Orientierung und Sicherheit.
 
Vielleicht ist das sogar etwas, das wir uns manchmal in unserem Alltag selbst wünschen: mal nicht die Führung übernehmen und alles selbst entscheiden müssen, sondern uns auch mal auf jemanden verlassen können, uns zurücklehnen und die Verantwortung abgeben dürfen …
 
Wie erkenne ich, ob mein Pferd mir vertraut, oder ob es einfach nur aufgehört hat, sich zu wehren, weil es gelernt hat, dass Widerspruch nichts bringt? Von außen sieht beides oft gleich aus – die Pferde wirken ruhig, brav, folgsam, kooperativ … und genau das macht es schwierig zu unterscheiden.
 
𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐨𝐫𝐝𝐧𝐮𝐧𝐠 = Vertrauen durch Sicherheit
𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐰𝐞𝐫𝐟𝐮𝐧𝐠 = Gehorsam durch Resignation
 
Ich glaube, der Unterschied zeigt sich in Momenten, die wir nur wahrnehmen können, wenn wir darauf achten und auch dann, wenn wir dem Pferd die Wahl lassen, etwas anderes zu tun. Bleibt es trotzdem bei mir – oder nur, weil es keinen Sinn mehr sieht, etwas anderes zu versuchen, weil es weiß, dass es ohnehin reglementiert werden würde?
 
Wo verläuft diese Grenze?
 
Ich finde, es lohnt sich, genauer hinzuschauen und hinzuspüren 🧐😌
 
Strahlende Horsemanship-Grüße 🐴🌟
Michaela